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Die aktuelle Entwicklung der Baugeldzinsen: Steigende Werte sind zu erwarten.






















Die Baugeldzinsen sorgen in diesen Tagen für deutliche Ernüchterung bei vielen Interessenten. Sie haben sich inzwischen weit von ihrem historischen Tiefststand entfernt und legten allein im Juli zwischen neun und 24 Basispunkte zu. Im Vergleich mit Mai 2013 kletterten die Baugeldzinsen für eine Finanzierung mit fünfjähriger Laufzeit um durchschnittlich 31 Basispunkte in die Höhe. Für zehn Jahre zahlt man inzwischen 0,37 Prozent mehr. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen. Vermutlich steigen die Zinsen weiter.


Zinskurve


Die Nachfrage am Immobilienmarkt ist zu hoch
Durch die Krise sowie die niedrigen Zinsen entstand ein Boom am Immobilienmarkt, der nach wie vor anhält und inzwischen alle Regionen von Deutschland erfasst hat. So berichtete beispielsweise jüngst der Kölner Stadtanzeiger, dass die Nachfrage in Leverkusen um zwei Prozent im ersten Halbjahr 2013 zugelegt hat, in Offenbach ging es laut der "Immobilien Zeitung" im Mai 2013 um 50 Prozent verglichen mit dem Vorjahresmonat nach oben. Diese Liste ließe sich noch beliebig fortsetzen.

Auf zwei kritische Trends weist dabei der "Sauerland Kurier" hin: Zum einen explodieren insbesondere in den Großstädten die Preise geradezu. Zum anderen nutzen viele Besitzer die Gunst der Stunde und verkaufen ihre Grundstücke und Häuser zu deutlich überhöhten Preisen. Dies wird in der Berichterstattung gemeinhin etwas polemisch als der "Handel mit Schrottimmobilien" bezeichnet, der auch in den USA wieder boomt. Dies ist aus zwei Gründen kritisch: Der Handel mit den Schrottimmobilien hat erstens die ursprüngliche Krise überhaupt erst ausgelöst, zweitens ist also jetzt ein Preisniveau erreicht, bei dem die Verkäufer davon ausgehen, eine maximale Rendite erreichen zu können. Der Markt steht in der Folge unter starkem Druck.

Die Banken stehen in der Folge in der Pflicht, die Nachfrage nach Bau- und Immobilienfinanzierungen einzudämpfen. Dies geschieht über höhere Zinsen. Zu real sind noch die Erinnerungen daran, welche fatalen Folgen die vergifteten Immobilienkredite im Jahr 2008 hatten, die aus den USA nach Europa geschwappt sind.

Banken drosseln bereits Kreditvergabe
Die Banken in Europa und in Deutschland haben zudem damit zu kämpfen, dass sie immer weniger Mittel zur Kreditvergabe zur Verfügung haben. Durch die niedrigen Zinsen bei Tages- und Festgeld entscheiden sich die Menschen immer häufiger dafür, ihr Geld in anderer Form anzulegen. Neben dem "Betongold" investieren sie beispielsweise nach wie vor in echtes Gold. Gefragt sind deshalb nach wie vor Kredite. Die Banken müssen sich allerdings immer häufiger Geld von der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt leihen, um diese überhaupt noch vergeben zu können. Sie drosseln deshalb bereits jetzt die Kreditvergabe. Die Darlehensvergabe an den Privatsektor sank im Juni um 1,6 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Weniger Kredite führen aufgrund des sinkenden Angebots immer zu einer Verteuerung - also zu höheren Bauzinsen.

Sorge um China
Die Banken halten sich aber auch deshalb mit der Kreditvergabe zurück, weil die wirtschaftlichen Sorgen um China immer größer werden. Zudem blieb das Wachstum im Reich der Mitte in den vergangenen Monaten deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zum anderen hat sich in China mittlerweile ein Schattenbanken-System gebildet, das fatale Folgen haben könnte, wenn es nicht bekämpft wird. Über dieses System laufen bereits Finanzierungen in der Höhe von 3,35 Billionen US-Dollar, heißt es. Der Milliardär und bekannte Investor George Soros wies jüngst in London noch auf ein anderes Problem hin: Die Art der Kredite zeige schon jetzt Parallelen zu den Ursachen, die zu der Finanzkrise 2008 geführt hätten. Er gibt den Chinesen allerdings noch ein paar Jahre, um die Probleme wieder in den Griff zu bekommen. Die Stimmung bezüglich Chinas ist dennoch stark negativ.

Die EZB gerät unter Druck - und könnte an der Zinsschraube drehen
Die gedrosselte Kreditvergabe an den Privatsektor setzt vor allem die EZB unter Druck, den Kurs der lockeren Geldpolitik nicht nur fortzusetzen, sondern erneut zu verschärfen. Bereits im Juli strebte sie eine neuerliche Senkung des Leitzinses auf 0,25 Prozent an, nachdem sie den Wert im Mai auf die historisch tiefen 0,5 Prozent gesenkt hatte. Der Leitzins sollte noch einmal gesenkt werden, weil die Mai-Senkung praktisch ohne Effekt geblieben war. Im Juli konnte Deutschland noch eine Koalition der Nordländer schmieden, um die Leitzinssenkung zu verhindern. Fraglich ist, ob diese noch immer hält.

Die Folgen für die Zinsen für Immobilien- und Baudarlehen dürften dennoch überschaubar bleiben. Die Kräfte, welche die Zinssätze für die einschlägigen Finanzierungen in die Höhe ziehen, sind mittlerweile einfach viel zu stark geworden. Eine neuerliche Leitzinssenkung könnte vielleicht kurzfristig zu einem zeitweiligen Absinken führen. Mittel- und langfristig bremst sie bestenfalls die Geschwindigkeit des Zinsanstiegs.

Fazit: Finanzierungen jetzt abschließen
So negativ diese Aussichten für alle Personen, die sich für Finanzierungen interessieren, auch klingen mögen - sie haben dennoch ein gutes: Es ist klar, wie man handeln sollte. Es ist ratsam, sich sofort um eine neue Finanzierung zu bemühen, denn sowohl die Zinssätze als auch die Immobilienpreise selbst werden auf Sicht erst einmal nur ansteigen, wenn man von den üblichen Tagesschwankungen absieht. Wer zu lange zögert, den kostet dies Geld.
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